Literatur

Lesen Sie in den Ferien? Hier ein paar Buchtipps. Wenn Ihr Lieblingsbuch noch auf der Liste fehlt, schicken Sie uns Ihren Buchtipp! Wir erweitern die Liste der Empfehlungen gerne.

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Ayaan Hirsi Ali

Adan und Eva

Die Juden sind Monster und trinken das Blut von muslimischen Kindern. Das glaubt die Familie Zakhrour. Alle Muslime sind Mörder, behaupten die Liebermans. Doch ihre Kinder, Adan und Eva, überwinden die Vorurteile und werden allem Hass zum Trotz Freunde. In ihrem neuen Buch erzählt die radikale Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali eine Geschichte der Hoffnung, Öffnung und Aufklärung: «Ich will nicht, dass Jugendliche in einer Klasse sitzen und nicht miteinander sprechen, weil sie nichts voneinander wissen. Es waren Bücher, die mich von Vorurteilen befreit haben.» Am Ende müssen Adan und Eva sich trennen, aber in Sachen Religion macht ihnen niemand mehr etwas vor. Sie werden sich wiedersehen: Inshallah, wenn Gott es will.

Vorgestellt im Spiegel.

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Waris Dirie

Schwarze Frau, weisses Land

Waris Dirie wurde in der afrikanischen Wüste geboren und ist ihr Leben lang eine Nomadin geblieben. Das »weisse Land« ist zu kalt und abweisend, um hier Wurzeln schlagen zu können. Trotz ihres internationalen Erfolges als Model und ihres Engagements für Frauenrechte bleibt Waris Dirie eine »schwarze Frau«, verdächtig für Polizei und Sexobjekt für Männer. Doch ebenso fremd für sie ist ihr Herkunftsland. Waris Dirie erzählt in ihrem Buch auch von ihrer Wut auf Afrika, das von Korruption und alltäglicher Gewalt beherrscht wird. Als ihr Sohn Leon auf die Welt kommt, beschließt sie, ihrem Kind das zu geben, was sie selbst schon lange nicht mehr kennt: eine wirkliche Heimat.

Das Buch bei Droemer-Knaur.

Die Autorin im Interview auf SRF.

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Henning Mankell

Chronist der Winde

Nelio, ein zehnjähriges Strassenkind, erzählt um sein Leben. Er liegt mit einer Schusswunde auf dem Dach eines afrikanischen Hauses und weiss, dass er sterben wird, sobald seine Geschichte zu Ende ist. Er erzählt, wie die Banditen sein Dorf überfielen, seine Schwester massakrierten und ihn zwingen wollten, seine Verwandten zu töten. Wie er floh, den Weg in die grosse Stadt fand und Anführer einer Bande von Strassenkindern wurde. Vor allem aber erzählt er vom Leben dieser schwarzen Kinder. Von Mandioca, der Tomaten und Zwiebeln in seinen Taschen wachsen lässt, und von Deolinda, einem Albinomädchen, das die sexuellen Phantasien der Jungen erregt. Vom Geheimnis des Reichtums erzählt er, einer vertrockneten Eidechse in einem gestohlenen Aktenkoffer und einem nächtlichen Besuch beim Präsidenten. Und vom Paradies, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist und das man doch finden kann.

Leseprobe bei dtv.

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Henning Mankell

Das Auge des Leoparden

Das Leben auf einer Farm in Afrika: Ein Tagtraum wird zum Kampf um Leben und Tod. Henning Mankells Meisterwerk. Eigentlich hatte Hans Olofsson nur eine kurze Reise nach Afrika machen wollen, aber dann war er neunzehn Jahre geblieben. In Lusaka übernimmt er die Hühnerfarm einer weissen Engländerin und verfolgt ehrgeizige Reformpläne. Er will neue Häuser für die Schwarzen bauen, ihnen höhere Löhne bezahlen und ihren Kindern eine Schule einrichten. Doch bald mehren sich die Zeichen, dass sich die Zustände nicht so rasch in seinem Sinne ändern lassen. Seine weissen Nachbarn werden massakriert. Und der Mann, den er für seinen einzigen Freund hält, rät ihm, für immer wegzugehen.

Das Buch bei dtv.

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Henning Mankell

Tea-Bag

Jesper Humlin hat es nicht leicht. Er ist ein gefeierter Lyriker, doch sein Verleger besteht darauf, dass er endlich einen Kriminalroman schreibt. Seine Freundin will ein Kind von ihm, der Kurs seiner Wertpapiere ist gefallen, und seine über achtzigjährige Mutter hat eine Agentur für Telefonsex eröffnet. Alle anderen scheinen erfolgreicher zu sein als er. Da bringt eine Lesung im Boxclub eines alten Freundes die Wende in seinem Leben. Dort lernt er Tea-Bag, ein schwarzes Flüchtlingsmädchen, und ihre Freundinnen kennen. Sie wollen Schriftstellerinnen werden und bei Jesper Humlin in die Lehre gehen. Nach und nach erfährt er ihre Geschichten: von Tea-Bag, die aus dem Sudan kommt und immer von einem unsichtbaren Affen erzählt, von Tanja, der Russin, die massenhaft Handys klaut und mit dem Dietrich hantiert wie andere Frauen mit dem Lippenstift, und von Leyla, die einen jungen Schweden liebt und vor dem Zorn ihrer iranischen Sippe flieht.

Leseprobe bei dtv.

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Lukas Hartmann

Die Mohrin

Louis wächst in den Jahren vor der Französischen Revolution auf einem Berner Patriziersitz auf. Seine Mutter, eine ehemalige Sklavin, stammt aus Saint Dominique. Sie wurde 1763 von ihrem jetzigen Herrn freigekauft und lebt nun als seine heimliche Maitresse in der Schweiz. Louis liebt die Stunden, in denen ihm die Mutter in der Dachkammer Geschichten erzählt, vom afrikanischen Guinea und vom Leben der Sklaven auf Saint-Domingue. Später erfährt er, dass der Hausherr sein Vater ist, und er leidet darunter, dass dieser ihn ignoriert.

Das Taschenbuch bei Fischer.

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Lukas Hartmann

Abschied von Sansibar

Ein historischer Roman nach der wahren Geschichte von Emily Ruete. Emily verlässt 1866 ihre Heimatinsel aus Liebe zum Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete. Sie ist schwanger; ihr Bruder auf dem Sultansthron müsste sie, wäre sie nicht geflüchtet, nach islamischem Recht zum Tod verurteilen. Emily nimmt einen neuen Namen an, wird Christin, versucht in Deutschland Wurzeln zu schlagen. Als junge Witwe muss sie allein ihre Kinder grossziehen. Die Lebenslinien der drei Kinder Said, Antonie und Rosalie verlaufen zwischen Orient und Okzident, Islam und Christentum, deutscher Disziplin und unbändiger Exotik. Alle drei geraten auf ihre Weise mitten hinein in die Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Und können sich von ihrer Mutter nie wirklich lösen.

Das Buch bei Diogenes. Rezensionen auf Radio SRF1 und im Tagesanzeiger.

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African Collection

George Lilanga

George Lilanga war einer der bedeutsamsten zeitgenössischen Künstler der afrikanischen Kunst. Seine verspielten Skulpturen und Figuren sind ein Sinnbild für den eigenwilligen Charakter der Makonde. Ein Volk aus Tansania, das bis heute noch isoliert auf dem nur schwer zugänglichen Makonde–Gebirgsplateau im Südosten von Tansania lebt. George Lilanga, der selber zum Stamm der Makonde gehörte, genoss durch seine Kunst ein weltweit hohes Ansehen. Er war kein typischer “politischer Künstler”, er war vielmehr ein aufmerksamer Beobachter und satirischer Sozialkritiker, der die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen im modernen Tansania dokumentierte. Seine Werke sind voller Lebensweisheiten und Aufforderungen an seine Mitmenschen, die traditionellen Werte nicht zu vergessen. In diesem Kunstband sind über 100 seiner Kunstwerke gross und farbig abgebildet. Als eines der einzigen Bücher enthält es zudem ein ausführliches Interview mit dem verstorbenen Künstler. Der Text ist auf Italienisch und Englisch geschrieben.

Das Buch bei SKIRA.

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Rangi Ya Maisha

George Lilanga

Dieses Buch ist ein Werkverzeichnis einer Auswahl aus dem Gesamtwerk von George Lilanga, dem bedeutsamen afrikanischen Künstler, der gegenwärtige Themen seines Makonde-Stammes beleuchtete. Die im Buch abgebildeten gesellschaftlichen Themen haben George Lilanga immer wieder aufs Neue inspiriert. Mit seiner Kunst wollte er sein Volk darauf aufmerksam machen, dass es trotz der Modernisierung seine traditionellen Werte nicht vergessen soll. Doch nicht auf eine moralische Art und Weise, sondern mit viel Witz und Ironie. Die begleitenden Texte gibt es in Deutsch und Englisch. Das Buch wurde von der “Hamburg Mawingu Collection” herausgegeben. Die “HMC” ist eine nicht kommerzielle private Sammlung, die sich stark für afrikanische Künstler und die Schätze des Kontinents engagiert.

Das Buch bei HMC.

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Cesare Pipi

Gli Shetani di George Lilanga

George Lilanga gehört zu den profiliertesten Künstlern der zeitgenössischen afrikanischen Kunst. Einer der grössten Bewunderer und Sammler von George Lilangas Werken ist Cesare Pippi. George Lilanga faszinierte Cesare Pippi besonders mit seiner ansteckenden Lebensfreude und seiner witzigen Art, gesellschaftliche Themen des Makonde-Volkes zu durchleuchten. Diese Liebe zu Lilangas Kunst erkennt man in seinen Bildbändern. In dem Kunstband “Gli Shetani di George Lilanga” sind vor allem die Holzskulpturen von Lilanga abgebildet. Die Texte sind zweisprachig, in Italienisch und Englisch.

Das Buch bei Contemporary African Art Gallery.

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Cesare Pipi

George Lilanga il „Picasso Africano“

Dieser Bildband fesselt einen mit den farbigen Fotografien von George Lilangas Kunstwerken. Es sind überwiegend Aufnahmen von seinen Malereien. Man erkennt und versteht die dargestellten gesellschaftlichen Themen sofort. Nicht umsonst war George Lilanga einer der berühmtesten Künstler der zeitgenössischen afrikanischen Kunst. Mit Witz und Ironie setzte Lilanga gekonnt seine Appelle an sein Volk der Makonde in seinen Kunstwerken um. Das war es auch, was Cesare Pippi am Meisten an der Kunst von Lilanga faszinierte. Er wurde zu Lilangas grösstem Fan und Sammler und Herausgeber dieses Buches. Neben den schönen und grossen Bildern gibt es Texte dazu in Italienisch und Englisch.

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Yves Goscinny

Tinga TInga the popular paintings from Tanzania

Die Tingatinga-Malerei stammt ursprünglich vom Autodidakten Edward Saidi-Tingatinga. Diese farben- und formenfrohe Kunstform entstand mehr zufällig, als Tingatinga in den 60er Jahren mit Fahrradlack alles bemalte, was er in die Finger bekam und sein Umfeld mit seiner Freude ansteckte. Heute ist diese Kunstform nicht mehr von Tansania wegzudenken. Dieses Buch zeigt Porträts verschiedener Tingatinga-Künstler. Mit Texten in Englisch und Kiswahili sowie schillernden Bildern der afrikanischen Flora und Fauna.

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Pascal Bogaert

David Mzuguno – The last days of the master

David Mzuguno war ein berühmter Tingatinga-Künstler. Tingatinga ist eine sehr farbige Kunstform, welche vor allem die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt sowie Rituale und Gesellschaftsthemen dokumentiert. Dieses Buch ist eine Hommage an David Mzuguno. Auf liebevolle Art und Weise beschreibt Pascal Bogaert Mzugunos künstlerische Arbeit und sein Leben. Einmal in der Hand, möchte man dieses Buch nicht mehr weglegen. Die Texte sind in Englisch.

Das Buch bei African Books Collective.